Veranstaltung

Maschinenethik und Artificial Morality: Können Maschinen moralisch sein?

Catrin Misselhorn (Göttingen)

19:00–21:00
Berliner Seminar Recht im Kontext


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Durch die Fortschritte der KI und Robotik werden Maschinen in Zukunft mehr und mehr moralische Entscheidungen fällen, die unser Leben betreffen. Deshalb soll analog zur „Artificial Intelligence“ eine „Artificial Morality“ entwickelt werden. Doch können Maschinen überhaupt moralisch handeln – und dürfen sie es? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Maschinenethik, deren Grundlagen in diesem Vortrag anhand von Beispielen wie autonomen Waffensystemen, Pflegerobotern und selbstfahrenden Autos diskutiert werden.

Catrin Misselhorn lehrt seit 2019 Philosophie an der Universität Göttingen. Von 2012-2019 war sie Inhaberin des Lehrstuhls für Wissenschaftstheorie und Technikphilosophie an der Universität Stuttgart. Zuvor lehrte sie an der Universität Zürich, der Humboldt-Universität zu Berlin sowie der Universität Tübingen, wo sie 2003 promoviert und 2010 habilitiert wurde. 2007-2008 war sie als Feodor-Lynen-Stipendiatin am Center of Affective Sciences in Genf sowie am Collège de France und am Institut Jean Nicod  für Kognitionswissenschaften in Paris. Ihre Forschungsgebiete sind die philosophischen Probleme der KI, Roboter- und Maschinenethik. In diesem Rahmen leitet sie eine Reihe von Drittmittelprojekten zur ethischen Bewertung von Assistenzsystemen in unterschiedlichen Bereichen, z.B. in der Pflege, in der Arbeitswelt und in der Bildung. Sie ist Verfasserin einer Vielzahl internationaler Aufsätze in diesem Themenfeld sowie Herausgeberin mehrerer einschlägiger Sammelbände und hat die folgenden beiden Monographien veröffentlicht: Künstliche Intelligenz und Empathie – Vom Leben mit Emotionserkennung, Sexrobotern & Co (Reclam-Verlag 2021) und Grundfragen der Maschinenethik (Reclam Verlag 2018, 4. Auflage 2020).