Veranstaltung

Politische Philosophie der Tierrechte

Bernd Ladwig (Berlin)

19:00–21:00
Berliner Seminar Recht im Kontext


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Alljährlich fügen wir Milliarden von Tieren schweres Leid zu und bringen sie ums Leben, nur um geringfügige Vorteile wie den Geschmack ihres Fleisches zu genießen. Wir verletzen damit die Rechte empfindungs- und erlebensfähiger Individuen. Da diese Rechteverletzung zu den gesellschaftlichen Grundordnungen gehört, die wir gemeinsam verantworten, ist sie ein Thema für die politische Philosophie. Bernd Ladwig argumentiert, dass wir Tieren, deren Lebensbedingungen wir umfassend kontrollieren, Mitgliedschaftsrechte schulden, warnt jedoch zugleich vor ihrer Vermenschlichung. Die letzte politische Verantwortung für gerecht geregelte Beziehungen zu Tieren tragen einzig und allein wir.

Bernd Ladwig, geboren 1966 in Köln, ist Professor für Politische Theorie und Philosophie am Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft der Freien Universität Berlin. Er forscht und lehrt u.a. zu Theorien der Gerechtigkeit und der Rechte, zu Fragen von Migration und Staatsbürgerschaft sowie zu zivilem Ungehorsam und Widerstand. Zuletzt erschien von ihm bei Suhrkamp das Buch Politische Philosophie der Tierrechte (Berlin 2020).